LfV Sachsen: Mutmaßliche Kontaktpersonen aus dem Freistaat Sachsen 24.11.2011

Download pdf (500kb, 4 Seiten)

OCR/ Schrifterkennung:

Ermittlungsverfahren gegen Beate ZSGHÄPE wegen des Verdachts der Bildung einer terroristlachen Vereinigung gemäß § 129a Abs. 1 Nr, 1 StGB und andere
Mutmaßliche Kontaktpersonen aus dem Freistaat Sechsen, die im Rahmen der operativen Bearbeitung in der Vergangenheit durch das LfV Sachsen kontaktiert wurden
Zu Ihrer Information teilen wir Ihnen nachfolgend unsere damaligen operativen Aktivitäten Im Kontaktumfeld der drei Gesuchten mit:


1. ‘
Nachname; WERNER
Vorname; – Jan
geb.: 9. Januar 1975 in Chemnitz .
whft.: Chemnitz, Usti näd Labern Nr. 253 (zum Zeitpunkt der Maßnahme)
im November 1994 wurde zu WERNER ein operativer Vorgang eingeleitet, da zu ihm umfangreiche rechtsextremistische Erkenntnisse in Bezug auf Planung und Durchführung von Skinkanzerten vorlagen.
Im April und Mai 1995 kam es zu zwei Gesprächen mit der Zielperson (ZP). Im zweiten Gespräch am 2. Mai 1995 lehnte die ZP jegliche weitere Kontakte ab. Die Maßnahme wurde am 19, Mai 1995 eingestellt.

2. .’■•■’•
Nachname: STRAUCH
Vorname: Syfvio
geb. 30. Dezember 1976 in Chemnitz
whft.: Chemnitz, Bruno-Ganzer-Straße 36 (zum Zeitpunkt der Maßnahme)

STRAUCH wurde In Rahmen von Observationen des LfV. Sachsen Im Zusammenhang mit den flüchtigen Thüringern als mögliche Kontaktperson bekannt Aus diesem Grund, erfolgte die Aufnahme in die operative Bearbeitung des LfV Sachsen im Januar 2001
Am 4. Dezember 2001 kam es zu einem kurzen Kontakt mit STRAUCH, indem er jegliche Kooperation ablehnte, Zwei Tage später wurde bekannt, dass sich die Zieiperson in der Szene offenbart hätte, Die Einstellung der Maßnahme-erfolgte am 10. Dezember 2ÖÖ1. ■

Nachname; FLEMMfNG
Vorname; Dirk.
geb.;;31;:März 1980 in Marienberg
whft.; Ah der Pockau 12 in Pockau (zum Zeitpunkt der Maßnahme)
FLEMMING wurde wie STRAUCH im Rahmen von Observationsmaßnah-men des LfV Sachsen bekannt, Zu ihm wurde ebenfalls im Januar 2001 die operative Bearbeitung aufgenommen.
Auf Grund der Ermittiungsergebnisse wurde die Maßnahme am 28. August .2001 eingestellt, da die Zielperson offensichtlich keine Kontakte zur Szene mehr unterhielt. Es erfoigte keine Ansprache.

4. ■”
Nachname: SEIDEL
Vorname: Kai
geb. 13..November 1974 in Crimmitzscbau
whft: Chemnitz, Bernhardtstraße 11 (zum Zeitpunkt der Maßnahme)
SEIDEL war der ehemalige Freund der Mandy STRUCK. Er war Zieiperson im Rahmen von Observationsmaßnahmen das LfV Sachsen.
Im April 2001 wandte sich SEIDEL auf der. Aussteigerhotllne des LfV Sachsen an unsere Behörde. Am 24, April 2001 wurde mit ihm ein informations-gespröch geführt. SEIDEL würde nicht in das Aussteigerprogramm aufgenommen, da von ihm aus kein Interesse bestand. Danach erfolgten lediglich noch drei telefonische Kontakte mit ihm ohne relevante Sachverhalte,

. 5,
Nachname: STRUCK •Vorname; Mandy geb, a Juni 1975 in Erlabrunn whft,: Chemnitz, Bernhardtstraße 11 (zum Zeitpunkt der Maßnahme)

STRUCK wurde seinerzeit als Freundin des SEIDEL mit möglichen Kpntak
ten in die rechtsextremistische Szene von Chemnitz bekannt Im November
2000 wurde ein operativer Vorgang zu STRUCK eingeleitet, nachdem die
Befragung durch das LKA Thüringen abgeschlossen war. Laut LKA Thürin
gen habe sich STRUCK den Beamten des LKA gegenüber kooperativ ge-
’Zelöt.-:’/-’-’.’.’ ‘■•’. ‘.•’■■”■’.”‘; ‘” • •. • ■■..’■ . ■.’”.
Am 29. Januar 2001 erfolgte ein Informationsgespräch mit der Zielperson. In diesem Gespräch schilderte sie ihre ‘persönliche Situation und versuchte glaubhaft mitzuteilen, dass sie sich der rechtsextremistischen Szene abgewählt habe. Weitere Kontakte durch das LfV Sachsen lehnte sie ab, da sie nicht gewillt sei, jemanden.zu verraten. Die Einstellung der Maßnähme erfolgte am 31. Januar 2001.

6. ■ ‘ -; ■ ‘. . – ”
Nachname: EMINGER
Vorname: Maik ••’• ” •
geb.i. August 1979In Eriabrunn “
whft,: Bad Salzdetfurfh/Niedersachsen (zum Zeitpunkt der Maßnahme)
Maik EMINGER wurde dem LfV Sachsen als Mitglied d^r „Weißen Bruderschaft Erzgebirge” (WBE) bekannt. Aus diesem Grund wurde zu ihm ein operativer Vorgang eingeleitet. Ini Rahmen der Maßnahme wurde bekannt, dass er im November 2002 nach Bad Salzdetfurth in Niedersachsen umgezogen Ist und somit nicht mehr im Zuständigkeitsbereich des LfV Sachsen lag.
Weitere; Ermittlungen ergaben, dass er auf Grund seiner damaligen Montagetätigkeit kaum noch seine Heimatstadt Johanngeqrgenstadt aufsucht,’
Aus.diesem Grund erfolgte die• Einstellung der Maßnahme im März 2003. Ein Gespräch fand nicht statt.

7. ;■;■■-…■
Nachname: EMINGER Vorname: Andre geb. 1. August 1979 in Erlabrunn
whft.: Am Wäldchen 20, Johänngeorgenstadt (zum Zeitpunkt der Maßnahme)
EMINGER, Andre wurde wie, sein Bruder Maik Im Zusammenhang mit der „Weißen Bruderschaft Erzgebirge” dem LfV Sachsen bekannt. Aus diesem Grund erfolgte auch zu ihm die Aufnahme In ö\e operative Bearbeitung,
Im März 2003 ergab sich die Möglichkeit, mit Andrä EMINGER In Zwickau
ein Informationsgespräch zu führen. •
Er gab seinerzeit an, dass er seit ca, einem Jahr keinen Kontakt mehr-zu
Personen der rechten Szene unterhalte. Er habe sich angeblich von seinem
früheren Freundeskreis, gelöst, da ihm mittlerweile andere Interessen wichti
ger wären. ‘ •
Weiterhin gab er an, dass seine Freundin, mit der er ein gemeinsames Kind habe, sich’nicht mit den Ansichten der Szene identifizieren könne.
Weitere Gespräche lehnte Andre EMINGER ab. Die Einstellung der Maß
nahme erfolgte am 28. Mai 2003. ‘■■■■.
Mit keife-der genannten Personen kam es zu einer Zusammenarbeit.
Dr.-ÖlafVahrenhold Abteilungsleiter

About these ads

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s