LfV Sachsen: Hinweise auf Verbindungen thüringischer Rechtsextremisten nach Sachsen

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Erkenntnlszusarnmensteilung:
Hinweis© auf Verbindungen thüringischer Rechtsextremisten nach Sach*.
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Erkenntnisanfraga desBKA, Herrn Binzvüm 15.11.2011 ..
DemlUfft Sachsen liegen, folgende Erkenntnisse zu Personen, die möglicherweise Kontakt zu den drei zuletzt in Zwickau lebenden Rechtsextremisten hatten; von

Andreas GRAUPNER, geb. am 11. Oktober 1974, zuletzt im Freistaat Sachsen wohnhaft in der Friedrich-Vlertel-$tr. 86 in 09123 Chemnitz (später verzogen nach Baden-Württemberg, Drosselweg 42in 73630 Remhaläen). Das ehemalige Bloöd & Honour-Mitglied Andreas GRAUPNER soll, nach einem Bericht des TLfV vom 23. Februar 2000 am 29 Januar 2000 am Rande einer NPD-Schutungsveranstaltung in Thüringen gegenüber einem Angehörigen der thüringischen rechtsextremistischen Szene geäußert haben, dass es „den Dreien” öüt-gehB. Gemeint waren damit die drei gesuchten Thüringer Rechtsextremisten,
Eine F^ Information an das BKA erfolgte am 16.
November 2011 durch das TLjV..

Jan WERNER, geh, am 9. Januar 1975, letzte bekannte Adresse Riesenweg 22,09224 Chemnitz,

Nach einem Bericht des Innenministeriums Brandenburg, Abteilung Verfassungsschutz, vom 14, September 1998 soll WERNER den Auftrag gehabt haben, für die drei flüchtigen sächsischen Rechtsextremisten (Annu gemBlnt sind aller Wahrscheinlichkeit nach die gesuchten Rechtsextremisten aus Thüringen, die im Zusammenhang mit selbstgebauten Sprengkörpern gesucht werden), Waffen zu beschaffen Gelder für diese soll die B&H-Sektion Sachsen bereitgestellt haben Nach Entgegennahme der Waffen, noch vor der beabsichtigten Flucht nach Südafrika, solldas Trio einen weiteren Überfall planen, um mit dem Geld sofort Deutschland verlassen zu können Antje PROBST wolle der weiblichen Person des Trios ihren Pass zu Verfügung stellen. PROBST und WERNER sollen unabhängig und ohne Wissen des anderen für die drei tätig sein.
Die Freigabe zur Übermittlung dieser Information an das BKA erfolgte am 16. November 2011 durch das IM Brandenburg,
i

Antje PROBST, geb. am 12. November 1974, letzte bekannte Adresse: Hohlweg 37, 09246 Ümbach-Oberfrohna.

Zu Antje PROBST liegen weitere Erkenntnisse mit rechtsextremistischen Bezügen vor, die jedoch aus hiesiger Sicht keine Bezug zum vorliegenden Fall habön Sollten diese Erkenntnisse für das BKA von Interesse sein, so bitten wir um gesonderte Anfrage.

Mändy STRUCK, geb, am B, Juni 1975 In Ertabmnn, letzte bekannte Adresse; Weidau-er Str, ö, Schwarzenberg/Erzgebirge.

Die Auswertung des Videomaterials einer öbservationsmaßnahme des UV Sachsen am 29. September 2000 ergab, dass Personen, die Frau ZSCHAPE und Herrn BÖHN-HAROT ähnlich sehen am 29.September 2000 um 17.19 Uhr am damaligen Wohnobjekt der Mandy STRUCK in der Bernhardtstr. 11 \n Chemnitz die Klingelleiste betrachteten. Es kam keine Kontaktaufnahme zustande.
Dieses Wohnobjekt wurde zur damaligen Zeit auch von Kai SEIDEL, geb. am 13. November 1974 in Crimmitschau, damals gemeldet Heinrich-Schütz-Str. 3 in Chemnitz, genützt; Es besteht also auch der Verdacht, dass die Personen Kontakt zu Kai SEIDEL herstellen wollten.

Zutyandy STRUCK Hegen ebenfalls weitere Erkenntnisse mit rechtsextremistischen Bezügen vor» die jedoch aus hiesiger Sicht keine Bezug zum vorliegenden Fall haben. Sollten diese Erkenntnisse für das BKA von Interesse sein, so bitten wir um gesonderte Anfrage,

Auf Anregung des LKA Thüringen wurde, im Rahmen 6er öffentlichen Fahndung der Polizei (“Kripo live”) am 7, Mai 2000 die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Suche nach den drei Flüchtigen gebeten. Um mögliche Reaktionen auf diese „Kripo l(ve”-Senduhg in.der Szene zu dokumentieren und in diesem Zusammenhang Anhaltspunkte für den Verbieib der Gesuchten: zu finden, wurde zur Unterstützung des LKA Thüringen und des TLfV vom LtV Sachsen eine BeschrenkungsmaMahme nach Gl Q-Gesetz geschaltet Die Maßnahme lief vom 5. Mai his 5. August 2000 und richtete sich auch ge* gen.die.Betroffenen:

Andreas GRAUPNER

GRAUPNER war Mitglied der sog. Ex-Blopd & Hortour Szene Sachsen, der auch weitere Betroffene angehörten..
Die Tatsache dass GRAU.PNER als Überbringer der o. g, Nachricht „den Drei gehe es gut” auf der NPD-Schulungsveranstaltung im Januar 2000.funglerte, war Anhaltspunkt dafür, dass er zum engsten Mitwisserkreis bezüglich der Unterstützung und Unterbringung der Flüchtigen gehörte.
.
WERNER war zu diesem Zeitpunkt eine Führungspersönlichkeit In der rechtsextremistischen Szene in Chemnitz und ebenfalls Mitglied der Ex-Blood & Honour-Szene. Unbestätigten Meldungen zufolge soll WERNER Anrufe zu Kontaktpersonen dQT Gesuchten in Thüringen unter konspirativer Nützung verschiedener Telefonzellen getätigt haben, WERNER soll in diesen Telefonaten die Organisation bzw. logistische Unterstützung von Varsorgungsfahrten für die Gesuchten oblegen haben. Im Rahmen dieser Fahrten soll WERNER vorher georderte persönliche Gegenstände der Flüchtigen thüringischen Rechtsextremisten übergeben haben. Hierin bestand ein Anhaltspunkt für
Seite 2 von 3
:
VS-Nur für den Dienstgebrauch

WERNERS Zugehörigkeit zur Gruppe und dafür, dass er die Flüchtigen persönlich un
terstützt (Die Herkunft dieser Information ist aus den Akten des LfV Sachsen nicht
. mehr nachvollziehbar.)

Thomas STARKE

Der zunächst in Chemnitz wohnhafte und später nach Dresden verzogenen STARKE
war neben. WERNER die zw^t© hervorzuhebende .Persönlichkeit der Ex-Blood & Ho-
nour-Szene. STARKE war ein wichtiges Mitglied der Chemnitzer Szene, mit deren Ver
tretern erregelmäßig einschlägige Veranstaltungen besucht bzw. organisiert hat.
STARKE war von besonderem Interesse, weil ein Machbar den Gesuchten MUNDLOS
als einen seiner Besucher identifiziert haben soll. In einer polizeilichen Vernehmung
) soll dies durch STARKE bestätigt worden sein. (Die konkrete Herkunft dieser Införmafi-
“| on ist aus den Akten des LfV Sachsen nicht mehr nachvollziehbar.)
Seine Kontakte zu den Flüchtigen stellten Anhaltspunkte dafür dar, dass STARKE der Gruppierung zugehörig war.

Mandy STRUCK

STRUCK sei! gemeinsam mit Beate ZSQHÄPE im Rahmen einer Demonstration gegen
die Wehrmachtsausstellung in Dresden im Januar 1.998 eine Fahne getragen haben.
Dies würde als Anhaltspunkt für eine Mitgliedschaft in der Gruppierung betrachtet Dies
soll ein Foto belegen, dass dem LfV Sachsen nichtvorliegt,
Am 16, Mai 20ÜO wurde die Beschränkungsmaßnahme gegen die Betroffene Mandy
STRUCK mit sofortiger Wirkung .’eingestellt. Die Durchführung durch das LfV Sachsen
war nicht länger erforderlich; Das LKA Thüringen als federführende Steife, im Rahmen
der Fahndung nach den drei flüchtigen Rechtsextremisten hatte ab dem 15. Mai 2000
die Möglichkeit, STRUCK im Rahmen einer Teleforiüberwachung zu beobachten.

Aus der G 10-Maßnahme konnten im gesamten zur Verfügung stehenden Maßnahmezeitraum (Mai bis Aug. 2000) keine Hinweise auf Verbindungen der überwachten sächsischen Rechtsextremisten zu den gesuchten ThüHngerh gewonnen werden. Eine in einem anderen Sachzusammenhang geführte spätere G 10-Maßnahme gegen Jan WERNER und Andreas GRAUPNER ergab ebenfalls; keine Hinweise auf Verbindungen der überwachten sächsischen Rechtsextremisten zu den gesuchten Thüringern, .

Das LfV Sachsen bittet um .Übermittlung von Informationen des BKA zu eventuellen weitem Kontaktpersonen der gesuchten Thüringer Rechtsextremisten im Freistaat Sachsen, um gegebenenfalls auch zu diesen Informationen Obermittel zu können.
A
Dr. VarTrfenhold Abteilungsleiter

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